Der Bundesrechnungshof stellt „erhebliche Defizite" bei der pauschalen Besteuerung in der Land- und Forstwirtschaft fest. Die Steuerabgaben sind seiner Ansicht nach zu niedrig. Die Behörde erinnert daran, dass sie bereits 1995 eine „zutreffende und gerechte Besteuerung kleinerer Land- und Forstwirte" angemahnt habe. Daraufhin sei die Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen geändert worden. Die damaligen Ziele seien jedoch nicht erreicht worden, urteilt der Bundesrechnungshof. In seinem in dieser Woche  veröffentlichten Bericht stellt er fest, dass keine Vereinfachung eingetreten sei. Als Hauptursache nennt er die „nicht mehr zeitgemäße Anbindung der Gewinnfeststellung an die  Einheitsbewertung". Die steuerlichen Gewinne, die sich aus einer Ermittlung nach Durchschnittswerten ergeben, fallen nach der Analyse des Bundesrechnungshofes durchgehend zu niedrig aus. Er empfiehlt daher, die Gewinnermittlung nach Durchschnittssätzen abzuschaffen. (az)
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