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Die Bundesregierung steht den von der EU-Kommission vorgeschlagenen Höchstwerten für tierische Rohkomponenten und für Mischfuttermittel sehr skeptisch gegenüber. Dies erklärte Martin Wille, Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium am Rande des Agrarministerrat am Montag in Brüssel. Höchstwerte änderten nichts an der Umweltbelastung. Möglicherweise würden sie missbraucht, wenn belastete Materialien bis zum zugelassenen Höchstwert zugemischt werden. Wille geht auch nicht nach der Dioxinkrise in Belgien davon aus, dass Höchstwerte für Dioxin in der Landwirtschaft einen politischen Druck auf die Verursacher der Belastungen ausüben. Der Staatssekretär verwies das Problem an die EU-Umweltminister. Diese sollten die Betreiber von Müllverbrennungsanlagen zwingen, sauber zu arbeiten. Von Journalisten wurde Wille mangelndes Engagement im Sinne des Verbraucherschutzes vorgeworfen. (Mö)
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