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Die Bundesregierung will angesichts der sinkenden Zahl von BSE-Fällen wieder Tierfette für das Futter von Schweinen und Geflügel zulassen. Das Verbot der Verwendung von Fetten als Futtermittel für alle Nutztiere werde auf Wiederkäuer wie Rinder und Schafe beschränkt, sagte der Parlamentarische Agrarstaatssekretär Gerd Müller (CSU) in Berlin. Dies sei in anderen EU- Ländern bereits Praxis. Ein Grund hierfür sind unter anderem steigende Futtermittelkosten. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Ulrike Höfken warnte vor Gefahren. Tierfette seien die Hauptüberträger der Rinderseuche, sagte Höfken, die auch den Bundestags-Agrarausschuss leitet. Außerdem würden Fette aus Tierabfällen gewonnen. Damit könnten Abfälle in der Lebensmittelkette landen. Diese Gefahr sieht das Bundesagrarministerium nicht, berichtet LZ-Net.

Die Verwendung von Tierfetten und Tiermehl im Futter wurde als Vorsichtsmaßnahme wegen der BSE-Krise im Jahr 2000 verboten. In Deutschland gibt es immer weniger Fälle der Rinderseuche. Die Zahl sank 2007 nach Angaben des Bundesagrarministeriums mit vier auf den niedrigsten Stand seit 2000. Seit 2001 wurden insgesamt mehr als 400 Rinder mit der Hirnkrankheit registriert, mehr als 16 Millionen Tiere wurden untersucht. (FM)

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