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Der Bundestag hat am Freitag der Biomasse-Verordnung zugestimmt, wie der Internetdienst pressetext.de mitteilt. Die Verordnung soll noch in diesem Monat in Kraft treten. Für Strom aus Biomasse erhalten die Betreiber dieser Anlagen 17 bis 20 Pf pro KWh nach Maßgabe der Anlagengröße. Mit der Regelung erhofft sich Bundesumweltminister Jürgen Trittin Investitionen von mehreren Milliarden Mark. Arbeitsplätze vor allem in der Landwirtschaft und im Maschinenbau könnten dann geschaffen werden, wenn künftig aus Gülle, Bioabfällen, Holz und anderen Stoffen pflanzlicher und tierischer Herkunft klimaschonend Energie gewonnen werde.

Die neue "Verordnung über die Erzeugung von Strom aus Biomasse", so die vollständige Bezeichnung der Biomasse-Verordnung, regelt, welche Stoffe als Biomasse gelten, welche technischen Verfahren angewendet werden und welche Umweltanforderungen bei der Stromerzeugung aus Biomasse einzuhalten sind. Damit werden der Bioenergie in der Bundesrepublik vergleichbare Entwicklungschancen wie der Windkraft eröffnet. Grundlage der Verordnung ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aus dem Jahr 2000, das durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes vom März dieses Jahres auch mit Blick auf EU-Recht bestätigt worden ist. Der Bundesrat hatte die neue Verordnung bereits am 11. Mai verabschiedet. (ED)
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