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Eine Debatte zum Anbau von gentechnisch verändertem (GV-)-Mais gibt es heute im Bundestag. Am Nachmittag steht für eine Stunde ein Antrag der Grünen mit dem Titel „Anbau von gentechnisch verändertem Mais stoppen“ zur Debatte. Agrarministerin Ilse Aigner wird daran nicht teilnehmen, da sie bereits auf dem Weg von Berlin zur Agrarministerkonferenz nach Magdeburg sein wird. Auch dort steht die Frage des Anbaus von GV-Mais auf der Agenda. Mehrere Bundesländer, darunter Brandenburg, Bayern und das Saarland machen sich im Vorfeld für ein Anbauverbot der einzigen in Deutschland zugelassenen GV-Maissorte MON 810 stark. „Gentechnik ist für Brandenburg schädlich“, sagte Landwirtschaftsminister Dietmar Woidke gegenüber ernaehrungsdienst. de. Keiner hätte was davon, auch die Landwirte nicht, denen die Saat kaputt gemacht würde und die über die Medien an den Pranger gestellt werden würden. Brandenburg ist das Bundesland mit der größten Anbaufläche von GV-Mais. Der Landesbauernverband Brandenburg setzt sich jedoch dafür ein, dass die Landwirte weiter frei über den Anbau ihrer Maissorten entscheiden dürfen. "Koexistenz aller Anbauformen muss möglich sein", heißt es. (sta)
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