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Ende Juli hat das Wetter vielen Landwirten die Ernte buchstäblich verhagelt. Die Vereinigte Hagel, Gießen, rechnet nach einer ersten Bilanz mit Schäden in Höhe von 10 Mio. €. In der letzten Juliwoche sind bei dem deutschen Hagelversicherer über 2.000 Schadenmeldungen eingegangen. Das sind laut Vereinigte Hagel über 15 Prozent aller Meldungen im bisherigen Jahresverlauf. Am schlimmsten betoffen waren die Bestände an erntereifem Raps. Aber auch bei Getreide, Mais und Sonderkulturen sowie Obst und Gemüse seien hohe Ernteverluste zu erwarten.

Die massivsten Schäden seien vor allem im nord- und mitteldeutschen Raum aufgetreten. So waren Raps- und Getreidebestände in Rheinland-Pfalz und Hessen stark betroffen. Aber auch in Schleswig-Holstein wird mit erheblichen Schäden gerechnet. In Baden-Württemberg, Thüringen, Sachsen und in Teilen Bayerns haben die erntereifen Winterrapsbestände sehr gelitten. In Niedersachsen waren vor allem die Maisflächen betroffen. Regional wird hier laut Vereinigte Hagel mit Ernteausfällen von bis zu 80 Prozent gerechnet. (ED)

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