Bundesweite Hilfsmaßnahmen für Fleischwirtschaft gefordert

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Rasche Hilfe für BSE-geschädigte Unternehmen der Schlacht- und Fleischverarbeitungsbranche hat Niedersachsens Landwirtschaftsminister Uwe Bartels in einem Schreiben an Bundeslandwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke gefordert. Andernfalls drohten unkontrollierte Unternehmenszusammenbrüche mit negativen Folgen für den Arbeitsmarkt. Erforderlich sei ein bundeseinheitliches Liquiditäts- und Umstrukturierungshilfsprogramm. Zunehmend würde das Land Niedersachsen Hilferufe von Unternehmen erhalten, die sich durch Umsatzeinbrüche und unverkäufliche Lagerbestände in akuten Liquiditätsschwierigkeiten befänden und deren wirtschaftliche Existenz gefährdet sei. Den Bundesländern, so Bartels, seien durch die strengen Förderverbotsbestimmungen der EU weitgehend die Hände gebunden, beispielsweise umgehend in Form von Landesbürgschaften stützend einzugreifen. Bartels verwies auf die Hilfen der französischen Regierung, die neben anderen Maßnahmen auch zinsverbilligte Darlehen für der Landwirtschaft nachgelagerte Unternehmen eingeführt hat. (ED)
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