Für das Agrarunternehmen Bunge ist es im 3. Quartal 2016 schlechter gelaufen als gedacht: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) hat sich fast halbiert. Nur noch 213 Mio. US-$ standen bei dem Agrarunternehmen, das seinen Firmensitz aus Steuergründen auf den Bermudas hat, in den Büchern. Der Umsatz ging von rund 240 Mio. im 3. Turnus 2015 auf nun 118 Mio. US-$ zurück.

Gerade so eine schwarze Null erzielte Bunge im Getreidehandel: Von 216 Mio. US-$ auf nur noch 4 Mio. US-$ schnurrte das Ebit zusammen. Konzernchef Soren Schroder schob das am Donnerstag bei Vorlage der Quartalszahlen auf die „herausfordernden Marktbedingungen“. Die stagnierenden Verkäufe der Landwirte – besonders in Südamerika – hätten zu einer schwächeren Entwicklung als erwartet geführt. Auch im Bereich Ölsaaten fiel das Ergebnis mit 79 Mio. US-$ schlechter aus als im Vorjahr. Während das gesamte Agrargeschäft litt, konnte der Lieferant für die Nahrungs- und Futtermittelindustrie in den Sparten Ernährung sowie Zucker und Bioenergie zulegen. (sp)
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