Bunge erfolgreich im Agrarhandel

Bunge Limited schließt das Jahr 2011 mit deutlich mehr Umsatz als im Vorjahr ab. Schwächen seit dem 4. Quartal sollen bald überwunden sein. Bunge-Chef Alfredo Weisser bilanziert ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2011. Der Umsatz ist gegenüber 2010 um 29 Prozent auf knapp 59 Mrd. US-$ angestiegen. Rund 5 Prozent des Zuwachses beruht auf höherem Mengenumsatz. Der Nettogewinn 2011 beträgt mit 942 Mio. US-$ zwar nur 40 Prozent des Vorjahreswertes. Die Jahre sind jedoch nicht vergleichbar, weil 2010 einmalige Erlöse wegen des Verkaufes der Düngemittelaktivitäten enthalten waren. Vergleichbar ist 2011 am ehesten mit dem erfolgreichen Jahr 2008, als Bunge einen Umsatz von fast 53 Mrd. US-$ und einen Nettogewinn von rund 1 Mrd. US-$ verbucht hatte.

Für 2011 berichtet Weisser von einem überwiegend profitablen Geschäft im Agrarhandel sowie in der Verarbeitung von Ölsaaten und Getreide. Diese guten Ergebnisse mussten im Konzern jedoch Verluste aus den Zuckeraktivitäten ausgleichen, die seit 2010 in Brasilien bestehen. Außerdem hat Bunge wie andere internationale Agrarhandelskonzerne ein schwächeres 4. Quartal 2011 erlebt. Andererseits konnte Bunge mit seinen Terminals am Schwarzen Meer im Spätherbst umfangreiche Getreideexporte realisieren. Für 2012 rechnet der Konzern global mit einer Belebung des Agrarhandels.

Bunge hat seinen Hauptsitz in White Plains im US-Bundesstaat New York. Die wichtigsten Arbeitsgebiete des global ausgerichteten Unternehmens sind die Ölsaatenverarbeitung, der Getreide- und Sojahandel sowie Zuckeraktivitäten in Brasilien. In Deutschland gehört die Ölmühle in Mannheim zum Bunge-Konzern, die demnächst wieder die Verarbeitung aufnehmen soll. (db)
stats