Quartalsauftakt

Bunge erzielt gute Margen


Die Bunge Ltd., White Plains, hat im 1. Quartal 2015 einen Umsatz von 10,8 Mrd. US-$ und ein operatives Ergebnis (Ebit) von 373 Mio. US-$ erzielt. Der Umsatz ist im Vergleich zum Vorjahresquartal um 20 Prozent gesunken. Das Ebit hat sich jedoch vervierfacht. Unter dem Strich weist das Unternehmen einen Nettogewinn von 249 Mio. US-$ aus, im Vergleich zu einem Nettoverlust von 27 Mio. US-$ im 1. Quartal 2014.

Europäische Rapsverarbeitung schwächelt

Weltweit vertreten
Bunge hat 2014 einen globalen Umsatz von rund 58 Mrd. US-$ generiert. Der US-Konzern handelt international mit Getreide sowie Ölsaaten, Ölschroten und Pflanzenölen. Außerdem gehören zu Bunge Ölmühlen in Nord- und Südamerika sowie in Europa und China. Von größerer Bedeutung ist weiterhin das Zuckergeschäft in Brasilien. In Deutschland betreibt der Konzern die Ölmühle in Mannheim. (db)
Als „guten Start“ wertet der Bunge-Vorstandsvorsitzende Soren Schroder das Abschneiden im 1. Quartal. Er berichtet von einem ertragreichen Handelsgeschäft, hohen Margen im Ölmühlengeschäft und besseren Ergebnissen im Zuckersektor. Der Umsatzrückgang beruht weitgehend auf den niedrigeren Preisen und ungünstigen Währungsverhältnissen des in US-Dollar bilanzierenden Unternehmens. Zum Ölmühlengeschäft berichtet Schroder weiter, dass insbesondere die Sojaverarbeitung in den USA und Brasilien einträglich gewesen sei. Auch die Ergebnisse der Ölmühlen in China, die im ganzen Jahr 2014 für den Konzern enttäuschend waren, hätten sich verbessert. Lediglich mit der Rapsverarbeitung in Europa zeigt sich Bunge nicht ganz zufrieden.

Joint Venture mit saudischem Investor

Für den weiteren Verlauf zeigt sich der Bunge-Chef zuversichtlich. Hohe Ernten würden auf eine „solide Nachfrage“ treffen, begründet Schroder seinen Optimismus. Außerdem verspricht er sich Vorteile vom Engagement beim Canadian Wheat Board (CWB), weil sich dadurch für Bunge der Zugang zur Vermarktung von Qualitätsweizen verbessert. Bunge plant, gemeinsam mit der staatlichen saudischen Agrarinvestmentgesellschaft Salic den Mehrheitsanteil am CWB zu kaufen. In das Projekt unter dem Namen ‚G3 Global Grain Group‘ (G3) wollen die Partner umgerechnet rund 189 Mio. € investieren. Die Transaktion soll im Juli dieses Jahres über die Bühne gehen. (db)
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