Quartalszahlen

Bunge kassiert Gewinnprognose

Was das Agrargeschäft anbetrifft, kann Bunge ein relativ erfolgreiches 3. Quartal 2017 vermelden. Diese Sparte generierte ein Ergebnis (Ebit) von 127 Mio. US-$ - ein Zuwachs von 53 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Allerdings sieht die bisherige Bilanz seit Jahresanfang weniger rosig aus als im Vorjahr. Von Januar bis Ende September lag das Ebit bei 254 Mio. US-$ und damit weniger als halb so hoch wie in der vergleichbaren Vorjahresperiode, als Bunge ein Ebit von 545 Mio. US-$ erwirtschaftete.

Zwar erwartet Bunge für das 4. Quartal 2017 eine turnusmäßige Verbesserung der Lage, die sich auch in das Jahr 2018 fortsetzen soll. Dennoch nimmt das Unternehmen seine Jahresprognose zurück und rechnet nur noch mit einem Ebit im Bereich zwischen 425 und 500 Mio. US-$. Hintergrund sei, dass die weltweiten Margen im Ölmühlensektor unter den zuvor angenommenen Erwartungen geblieben seien, erklärte Soren Schroder, Vorstandsvorsitzender (CEO) von Bunge.

Gute Fortschritte mache Bunge aber in strategischer Hinsicht. Der Konzern wolle sein Geschäft weiter ausbalancieren, um besser auf schwächere Märkte reagieren zu können, sagte Schroder. Im September hatte das Unternehmen daher die Übernahme des US-Lebensmittelzulieferers Loders Croklaan bekannt gegeben. Man rechne damit, dass die Transaktion in der ersten Jahreshälfte 2018 abgeschlossen werden könne, so Schroder. (mrs)
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