Bunge verspricht sich viel von der Ukraine

Die lebhaften Getreideexporte vom Schwarzen Meer bringen für Bunge Limited jetzt mehr Absatz. Im 1. Halbjahr 2011 ist der Umsatz lediglich preisbedingt gestiegen. Das Unternehmen berichtet, dass von Januar bis Juni 2011 der globale Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 25 Prozent auf rund 26,7 Mrd. US-$ angestiegen ist. Dahinter steht jedoch ein fast unverändertes Absatzvolumen. Als Nettogewinn weist Bunge im aktuellen Halbjahr 584 Mio. US-$ aus. Er beträgt nur etwa ein Drittel des Vorjahresswertes, der jedoch nicht vergleichbar ist. Im 1. Halbjahr 2010 hatte Bunge Erlöse aus dem Verkauf der Düngemittelsparte verbucht.

Im 2. Halbjahr 2011 erwartet Bunge-Chef Alfredo Weisser, dass Absatz und Umsatz steigen werden. Besondere Hoffnungen richtet er auf die Ukraine, wo Bunge gerade sein erstes Tiefseeterminal am Schwarzen Meer in Betrieb genommen hat. Damit kann das Unternehmen von den lebhaften Getreideexporte seit Juli profitieren.

Bunge mit Hauptsitz in White Plains im US-Bundesstaat New York hat 2010 einen Umsatz von 45,7 Mrd. US-$ und einen Nettogewinn von 2,4 Mrd. US-$ erzielt. In Deutschland gehört die Ölmühle in Mannheim zum Konzern. Sie ist nach einem Brand neu errichtet worden und hat mit der Rapsernte 2011 den Betrieb wieder aufgenommen. (db)
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