Butter am Weltmarkt unter Preisdruck

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Die Preise für Butter stehen auf dem Weltmarkt unter Druck. Niederländische Molkereien können die nicht mehr absetzbaren Mengen nicht mehr einlagern, sondern mussten seit langem mal wieder die Intervention in Anspruch nehmen. Deutschland folge demnächst, so wird zumindest befürchtet. Insgesamt hat die EU-Kommission am vergangenen Freitag im Verwaltungsausschuss für Molkereiprodukte 10.223 t Butter übernommen, davon rund 5.600 t aus den Niederlanden.

Neuseeland biete Billigbutter auf dem Weltmarkt an, wohingegen die Nachfrage zurückgegangen sei, hieß es im Verwaltungsausschuss zur Begründung des Preisrückgangs auf dem Weltmarkt. Die Kommission hat daraufhin die Ausfuhrerstattungen für Butter von 150 auf 160 Euro/100 kg erhöht. Pessimisten argumentieren, das reiche nicht, um gegen neuseeländische Butter für 1.200 US-$/t konkurrieren zu können. Exporteure der EU könnten trotz der Erstattung nur zu 1.295 US-$/t Butter anbieten, wenn sie nicht Verluste machen wollten. Optimisten halten die Erhöhung der Erstattung dagegen für ein Signal, das einige Molkereien nutzen werden, um die Intervention zu vermeiden. Für Magermilchpulver wurden die Ausfuhrerstattungen von 0 auf 10 Euro/100 kg angehoben. (Mö)
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