Byrne misstraut deutscher Fütterungspraxis bei Rindern

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Es ergebe keinen Sinn, über weitere BSE-Übertragungswege neben dem Tiermehl zu spekulieren, kommentierte EU-Verbraucherkommissar David Byrne die weiteren Fälle von Rinderwahnsinn in Deutschland. Stattdessen solle endlich sichergestellt werden, dass ins Mischfutter nicht einmal mehr Spuren von Tiermehl gelangten. Byrne bezweifele, dass das Verbot der Tiermehlverfütterung an Wiederkäuer in Deutschland eingehalten wurde. Außerdem sollten sich die Deutschen Dänemark zum Vorbild nehmen. Dort seien alle Verarbeitungsprodukte aus BSE-Risikomaterialien, wie zum Beispiel dem Gehirn, aus den Verkaufsregalen genommen worden. Das Bundesgesundheitsministerium in Bonn (BMG) machte darauf aufmerksam, dass ab dem 1. Oktober 2000 Risikomaterialien nicht mehr verarbeitet werden dürfen, weshalb es sich allenfalls um haltbare Fleischverarbeitungserzeugnisse handeln könne. Die Bundesländer würden zur Zeit beauftrag zu prüfen, ob Produkte mit Rinder- oder Kalbshirn noch im Lebensmittelhandel zu finden seien, berichtete ein Mitarbeiter des BMG. (Mö)
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