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Die Campa AG, Ochsenfurt, musste am Abend des 26. Mai Insolvenz anmelden. Wie Campa-Vorstand Rupert Schmid gegenüber ernährungsdienst.de erklärte, hätten Banken überraschend die Kreditlinie gekündigt. Dies sei umso unverständlicher, da der Vorstand bereits weit reichende Verhandlungen mit Investoren geführt habe, die unmittelbar vor dem Abschluss standen. Wesentliche Ursache für die Insolvenz, so Schmid, waren der Vertrauensbruch der Politik mit der kurzfristigen Einführung der Besteuerung von Biokraftstoffen, die verspätete Inbetriebnahme der Campa Ölmühle in Straubing, der Import von subventioniertem Biodiesel aus den USA, sowie die negative Diskussion über Biokraftstoffe in den vergangenen Monaten. Dies alles habe die Entscheidung der Banken mit beeinflusst. Campa-Vorstand Schmid geht davon aus, dass unter Einbeziehung des Insolvenzverwalters das Unternehmen rasch weitergeführt werden kann. (HH)
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