Hafenterminal

Cargill baut am Schwarzen Meer


Das Gemeinschaftsprojekt des US-Konzerns Cargill und des ukrainischen Unternehmens MV Cargo LLC kann an den Start gehen. Eine bindende Absichtserklärung sei mit der Hafenverwaltung in Yuzhni abgeschlossen worden, teilt Cargill am Mittwoch mit. Geplant ist ein Tiefwasserterminal, das Tanker mit bis zu 100.000 t abfertigen kann. Das Investitionsvolumen beträgt rund 100 Mio. US-$. 

Antriebsmotor Export
Ein Großteil der ukrainischen Agrarproduktion geht in den Export. Bei Mais, Weizen, Raps und neuerdings auch Sojabohnen zählt das Land zu wichtigen Anbietern am Weltmarkt. Verschifft wird die Ware von den Schwarzmeerhäfen wie Odessa oder Yuzhny aus, die pro Jahr rund 36 Mio. t umschlagen. Rund 97 Prozent der Exporte werden über den Seeweg realisiert. Im Inland werden die Agrargüter vorwiegend über den Dnjepr verbracht. (db)
Andreas Rickmers, der noch das europäische Getreide- und Ölsaatengeschäft von Cargill leitet, betonte, dass mit diesem Schritt die Position von Cargill am Schwarzen Meer gestärkt werde. Er beteuerte, dass sein Unternehmen weiter in den ukrainischen Agrarsektor investieren werde. Vor wenigen Tagen hatte die US-Zentrale von Cargill bekannt gegeben, das Geschäft in Osteuropa zu straffen.

In der ersten Ausbaustufe, die noch in diesem Monat beginnen und im Frühjahr 2018 fertiggestellt sein soll, ist ein Umschlag von 5 Mio. t Getreide und Ölsaaten geplant. Eine zweite Ausbaustufe soll dann eine Aufstockung um 2 bis 4 Mio. t bringen. Eine Kreditbürgschaft über 37 Mio. US-$ hat das ukrainische Unternehmen MV Cargo LLC im Oktober 2015 bei der Europäischen Entwicklungsbank (EBRD) beantragt. Die Genehmigung steht noch aus. (db)
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