Cargill für nachhaltiges Palmöl zertifziert


Der Cargill-Konzern kann erste Partien Palmöl liefern, die den EU-Nachhaltigkeitskriterien entsprechen. Die Zertifizierung nach dem ISCC-Standard ist erfolgt. Nach Unternehmensangaben sind die Palmölraffinerie in den Niederlanden sowie die Palmölplantage in Sumatra, Indonesien, zertifiziert. Der Nachweis der Nachhaltigkeit erlaubt den Einsatz von Palmöl in Blockheizkraftwerken, für die in Deutschland Vergütungen nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) gezahlt werden. Außerdem darf solches Palmöl als Rohstoff zur Biokraftstoffherstellung verwendet werden, um auf die Beimischungsquote angerechnet zu werden. Cargill betont aber gleichzeitig, dass es sich durch die Zertifizierung ebenfalls einen Vorteil im Absatz an Nahrungsmittelhersteller verspricht.

Cargill ist der global führende Agrarkonzern und hat 2009 einen Umsatz von rund 117 Mrd. US-$ erzielt. Weltweit ist Cargill in 67 Ländern vertreten. In Deutschland gehören zu Cargill drei Ölmühlen (Mainz, Riesa, Salzgitter), eine Mälzerei (Salzgitter), Stärkefabriken (Barby, Krefeld) sowie der Getreide- und Futtermittelhandel. Hinzu kommen Lebensmittelzutaten sowie Biodiesel (Frankfurt-Höchst). (db)
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