Jahresabschluss

Cargill glänzt mit hohem Gewinn

Die Cargill Inc. hat im Geschäftsjahr 2017 (Juni 2016 bis Mai 2017) einen Umsatz von rund 110 Mrd. US-$ erzielt. Er war um 3 Prozent höher als 2016, aber deutlich niedriger als in den Geschäftsjahren 2013 bis 2015. Und genau dieser mehrjährige Umsatzrückgang ist der Grund, warum Cargill jetzt das beste operative Ergebnis und den höchsten Nettogewinn seit 2013 verbucht.

Cargill in Deutschland
Cargill ist seit 1955 in Deutschland aktiv. Neben dem Lebensmittelzutatengeschäft gehören die Ölmühlen Riesa und Salzgitter, das Biodieselwerk in Frankfurt-Höchst, die Mälzerei Salzgitter, die Stärkefabriken Barby und Krefeld sowie das Alkoholwerk in Barby zum Konzern. (db)
Der Konzern hat konsequent die weniger profitablen Geschäftsbereiche abgestoßen. Aufgeräumt hat Cargill beispielsweise in der Ölsaatenverarbeitung. Im Jahr 2016 ist die Mainzer Ölmühle geschlossen worden. Außerdem hat Cargill vor gut einem Jahr zwei europäische Ölmühlen an den Wettbewerber Bunge verkauft. Analysten weisen darauf hin, dass der privat geführte Konzern jetzt ausreichend Geld für Übernahmen hätte. In Zahlen: Den operativen Gewinn hat Cargill 2017 im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt und weist aktuell mehr als 3,0 Mrd. US-$ aus. Unter dem Strich bleiben 2017 als Nettogewinn mehr als 2,8 Mrd. US-$. Er ist im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Fünftel gestiegen.

Fundament für weiteres Wachstum gelegt

Entsprechend zufrieden beurteilte Cargill-Chef David MacLennan am Donnerstag die Zahlen. „Die strukturellen Verbesserungen, die wir eingeleitet haben, aber auch günstige Bedingungen in einigen Märkten, haben sich in starken Ergebnissen ausgezahlt“, kommentierte er den Gewinnanstieg. Auch für die Zukunft zeigte er sich zuversichtlich, dass Cargill mit seiner stärker integrierten und fokussierten Strategie das Fundament für weiteres Wachstum gelegt habe.

Das Tiernahrungsgeschäft sowie die integrierte Tierproduktion des Konzerns brachte für Cargill das größte Gewinnwachstum. Als Gründe nennt das Unternehmen eine lebhafte Nachfrage und im Futtermittelsektor günstige Rohstoffpreise. Ebenfalls profitabel war für den Konzern das Geschäft mit Lebensmittelzusatzstoffen.

Erfassungsgeschäft in den USA rund gelaufen

Auch das das Erfassungsgeschäft ist für Cargill erfreulich gelaufen. Die Rekordernte in den USA hat Umsatz und Ertrag gebracht. Dagegen hat der Konzern wie auch die Wettbewerber die Verkaufszurückhaltung der südamerikanischen Farmer gespürt. Darüber hinaus sind die Gewinnmöglichkeiten im internationalen Handel wegen der geringen Preisvolatilität begrenzt. (db)
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