Cargill liefert zertifiziertes Palmöl an Unilever

Der Cargill-Konzern nutzt die Nachhaltigkeitszertifzierung von Palmöl auch im Absatz an die Nahrungsmittelindustrie. Ein erstes Abkommen mit Unilever ist getroffen. Cargill berichtet, dass eine Lieferung von 10.000 t raffiniertem Palmöl vereinbart worden ist, das nach dem Branchenstandard „Round Table for Sustainable Palm Oil" (RSPO) erzeugt worden ist. Abnehmer sind die europäischen Werke des Unilever-Konzerns, ein führender Anbieter von Speiseölen und Margarine. Bislang dient die RSPO-Zertifizierung den Palmölanbietern vor allem als Basis, um den Nachhaltigkeitsnachweis nach den EU-Standards als Biomasse zu beantragen.

Cargill beabsichtigt, bis Ende 2010 etwa 60 Prozent seines Bedarfs an rohem Palmöl nur noch mit RSPO-Zertifikat zu beziehen. Paul Naar, Leiter der europäischen Nahrungsmittelsparte von Cargill, will zunehmend Nachhaltigkeit auch für Lebensmittel unter Beweis stellen. Cargill fühle sich verpflichtet, dieses Kriterium in der gesamten Lieferkette vom Erzeuger bis zum Konsumenten zu stärken.

Unilever wiederum plant, bis zum Jahr 2015 ausschließlich Palmöl mit RSPO-Zertifikat einzusetzen. Heute beträgt der Anteil etwa 35 Prozent. (db)
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