Cargill mit Abschluss zufrieden


Der US-amerikanische Agrarkonzern Cargill Inc., Minneapolis, beendet sein Geschäftsjahr 2010 mit einem niedrigeren Umsatz und geringeren Gewinn als im Vorjahr. Die Unternehmensführung ist dennoch zufrieden mit der Leistung. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2010 (Juni 2009 bis Mai 2010) ist mit rund 108 Mrd. US-$ etwa 6 Prozent kleiner als im Vorjahr. Der Nettogewinn von 2,6 Mrd. US-$ unterschreitet das Vorjahresergebnis um 22 Prozent. Dennoch zeigt sich Cargill-Chef Greg Page überzeugt, dass sein Unternehmen Stärke bewiesen habe, mit Unsicherheiten in der globalen Wirtschaft zurechtzukommen. Er führt das auch auf die Diversifizierung zurück. Zwei Drittel der Unternehmenseinheiten haben nach Pages Angaben 2010 mehr Gewinn als im Vorjahr beigesteuert.

Page verweist außerdem auf die rege Expansion des Unternehmens, verbunden mit Investitionen von etwa 1,1 Mrd. US-$ im vergangenen Geschäftsjahr. Cargill hat nach seinen Angaben 17 neue oder erweiterte Werke eröffnet. In dieser Zahl sind Joint-Ventures eingeschlossen. Weitere 15 Projekte seien in Vorbereitung.

Das Unternehmen ist in vielfältigen Geschäftsfeldern in 67 Ländern vertreten. In Deutschland betreibt Cargill drei Ölmühlen (Mainz, Riesa, Salzgitter), eine Mälzerei (Salzgitter), Stärkefabriken (Barby, Krefeld) sowie den Getreide- und Futtermittelhandel. Hinzu kommen Lebensmittelzutaten sowie Biodiesel (Frankfurt-Höchst). (db)
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