Halbjahresbilanz

Cargill spürt niedrige Rohstoffpreise


Die Cargill Inc. hat im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 – dazu zählen die Monate Juni bis November 2015 – einen Umsatz von 54,8 Mrd. US-$ erzielt. Den Rückgang um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum begründet das Unternehmen mit niedrigeren Rohstoffpreisen und Absatzschwächen in einigen Märkten. Entsprechend sank auch der bereinigte Nettogewinn um 7 Prozent auf 1,2 Mrd. US-$. Deutlich höher war der ausgewiesene Gewinn wegen einmaliger Veräußerungsgewinne. Vor allem der Verkauf der US-Schweinefleischaktivitäten spülte Geld in die Cargill-Kasse.

Das bisherige Abschneiden im Geschäftsjahr 2016 beurteilte Cargill-Chef David MacLennan bei Veröffentlichung der Zahlen zum 2. Quartal am Donnerstag als „solide". Denn im Vergleichszeitraum vor einem Jahr seien außergewöhnlich gute Ergebnisse erzielt worden. Einzelne Geschäftsbereiche wie die Verarbeitung von Getreide und Ölsaatenoder das Futtermittelgeschäft hätten in den zurückliegenden Monaten die Leistung sogar verbessern können, so MacLennan weiter.

Unterdessen gestaltet das Unternehmen das Portfolio signifikant um. Ausgebaut wurde das Segment Schokolode, nachdem die Anfang 2015 zugekauften ADM-Aktivitäten jetzt integriert worden sind. Darüber hinaus hatte Cargill vor drei Monaten die Übernahme eines großen Anbieters von Lachsfutter bekannt gegeben. Schließlich hat Cargill im Sommer 2015 sein US-Schweinefleischgeschäft an den brasilianischen Konzern JBS verkauft. Mit dieser strategischen Neuausrichtung begründete MacLennan den im November bekannt gegebenen Umbau der Führungsebene. (db)
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