Cargill startet Ölmühle in Frankreich

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Eine Ölmühle mit einer Kapazität von bis zu 600.000 t Raps hat der US-Agrarkonzern Cargill in Frankreich eingeweiht. An der Investition mit einem Volumen von 65 Mio. € ist die französische Vermarktungsorganisation Sofiprotéol beteiligt, Cargill hält nach eigenen Angaben jedoch die Mehrheit. Die neue Ölmühle befindet sich im Hafengelände von Montoir in der Bretagne. Dort kann das abgepresste Rapsöl direkt per Pipeline zur Biodieselanlage der Diester Atlantique transportiert werden.

Cargill betreibt damit jetzt drei Ölmühlen in Frankreich. In Saint Nazaire in unmittelbarer Nähe zum neuen Standort Montoir wird nach Unternehmensangaben etwa die Hälfte der französischen Sonnenblumenerzeugung verarbeitet. Hinzu kommt, ebenfalls an der Atlantikküste gelegen, etwa 200 km nordwestwestlich die Ölmühle in Brest, die Raps und Sojabohnen aufnimmt. Zusammen haben die drei Standorte nach Angaben des Unternehmens eine Kapazität von 1,85 Mio. t Ölsaaten. In Deutschland betreibt Cargill drei Ölmühlen in Mainz, Salzgitter und Riesa. Sie verarbeiten vorwiegend Raps und etwas Sonnenblumen. (db)

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