Übernahme

Cargill trennt sich vom Schwein

Cargill, mit Hauptsitz sich in Wayzata, Minnesota, verkauft seine US-Schweinefleischsparte. Wie Medien berichten hat die US-Niederlassung des brasilianischen Fleischverarbeiters JBS den Schweinesektor für 1,45 Mrd. $ (umgerechnet 1,3 Mrd. €) erworben. Der Verkauf umfasst fünf Futtermühlen, vier Schweinezuchtbetriebe und zwei Schlachtfabriken. In der vergangenen Woche hatte JBS einer Akquise zum genannten Preis zugestimmt. Jetzt müssen noch die US-Kartellbehörden das Geschäft absegnen.


Bei grünem Licht würde JBS nach Smithfield Foods zum zweitgrößten Schweinefleischproduzenten in den Vereinigten Staaten aufsteigen. Nachdem sich der brasilianische Konzern zunächst lange auf die Rindfleischproduktion konzentriert hatte, weitete die Unternehmensspitze in den vergangenen Jahren das Geschäft stärker auf den Geflügel- und Schweinefleischsektor aus. Nach der Übernahme von Cargill würde bei JBS das Schweinesegment rund 20 Prozent der Gesamteinnahmen ausmachen. Auf Rindfleisch würden 50 Prozent und auf Geflügelfleisch 30 Prozent entfallen. (kbo)
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