Insgesamt 100 Mio. US-$ steckt der US-Agrarriese Cargill in sein Werk in Ägypten, um dort die steigende Nachfrage nach Soja- und Pflanzenöl zu bedienen. Darüber hinaus sollen zusätzlich 42 000 MT Lagerräume zu dem bereits existierenden Firmengelände am Hafen von Dekheila in Alexandria errichtet werden, teilte das Familienunternehmen am Mittwoch mit.

"Diese Investition geht mit unserer Strategie einher, unser Geschäft in Afrika und dem Nahen Osten auszubauen”, sagte Johan Steyn, Chef der Getreide- und Ölsaatensparte im Nahen Osten und Afrika. Die Nachfrage nach Lebensmitteln aus Soja und Sojaöl nehme dort weiter zu.

Cargill musste im vierten Quartal des von Juni 2014 bis Mai dieses Jahres laufenden Geschäftsjahres zum ersten Mal seit 2001 einen Verlust verkraften. Der Fehlbetrag im Zeitraum März bis Mai 2015 belief sich auf 51 Mio US-$, nach einem Gewinn von 376 Mio US-$ im Vorjahreszeitraum. Der Vorstandsvorsitzende David Mac Lennan begründete den Verlust vorwiegend mit Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und die Abwertung der venezulanischen Währung gegenüber dem US-$. Für das Gesamtjahr (Juni 2014 bis Mai 2015) konnte Cargill zwar noch einen Gewinn ausweisen – der brach im Vergleich zum Geschäftsjahr davor allerdings um 13 Prozent auf knapp 1,6 Mrd. US-$ ein. (sp)
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