Strukturbereinigung

Cargill verkauft europäische Ölmühlen


Cargill strafft Europageschäft
Die deutsche Cargill GmbH hatte bereits im März angekündigt, die Mainzer Ölmühle wegen schwacher Margen in der Rapsverarbeitung zu schließen. Weitere Cargill-Ölmühlen befinden sich hierzulande in Riesa und Salzgitter. Zuvor trennte sich der US-Konzern in zahlreichen osteuropäischen EU-Ländern sowie in Russland und der Ukraine vom Handel mit Dünge- und Pflanzenschutzmitteln sowie Saatgut.(db)
Cargill trennt sich von seinen beiden Ölmühlen in den Niederlanden und Frankreich. Sie werden an Bunge verkauft, teilen die beiden US-Konzerne am Freitag mit. Es handelt sich zum einen um die Cargill-Ölmühle in Amsterdam, die Soja und Raps verarbeitet, mit den dazugehörigen Logistikeinrichtungen am Hafen. Die zweite Ölmühle, die ebenfalls auf Soja und Raps ausgerichtet ist, befindet sich im französischen Hafen Brest. Beide Ölmühlen zusammen haben eine Verarbeitungskapazität von rund 2 Mio. t Ölsaaten. Bunge übernimmt nach Angaben der Konzerne auch die 120 Mitarbeiter in den Niederlanden und die 51 Mitarbeiter in Frankreich.

Für Bunge ergänzt die Akquisition die Präsenz in Nordeuropa. Bisher betreibt Bunge in Europa die Ölmühlen in Mannheim und im österreichischen Bruck an der Leitha sowie an weiteren Standorten in Ungarn, Polen und Portugal. Cargill wiederum wird sich bei Soja auf seine beiden Ölmühlen in Barcelona und Liverpool konzentrieren, die beide in den Nahrungs- und Futtermittelsektor von Spanien einerseits und dem Vereinigten Königreich andererseits integriert sind. Der Kauf muss noch von den Mitarbeitervertretungen beider Firmen sowie von den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden. (db)
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