Cereol Deutschland kauft Unilever Werk in Mannheim

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Mit Wirkung zum 1. Januar 2002 wird das Mannheimer Unionwerk der Unilever Deutschland GmbH an die Firma Cereol Deutschland GmbH, ebenfalls Mannheim, verkauft. Gekoppelt an den Verkauf ist ein dreijähriger "Copacking-Vertrag" für weiße Fette (Biskin, Palmin) und Pflanzenöl (Livio, Biskin), die überwiegend in Mannheim produziert werden. Damit hat Unilever die Garantie, die produzierte Ware weiterhin zu bekommen und Cereol hat eine Abnahmegarantie für ihre Produkte.

Cereol hat bisher 50.000 t Raffinat pro Jahr aus Sonnenblumen- und Rapssaat an das Mannheimer Werk der Unilever Deutschland geliefert und will sich auf diesem Weg die Abnahmequelle sichern. Daneben wird die Flaschenabfüllung von Cereol in das Werk der Unilever verlagert. Cereol füllt pro Jahr 70.000 l Öl in Flaschen ab. Die Ware geht an Discounter oder in den Export. Bisher wurden im Werk der Unilever etwa 12.000 t weiße Fette produziert und 17.000 l Öl abgeführt. Die Margarine-Produktion wird ab dem nächsten Jahr in andere Werke ausgelagert.

Die Unilever-Tochter Union Deutsche Lebensmittelwerke GmbH bündelt die restlichen Volumina ihrer beiden Produktgattungen weiße Fette und Öle. Sie verlagert die Produktion weißer Fette von Kleve und die Mazola-Öl-Abfüllung von Krefeld nach Mannheim. Ab 2002 sollen in Mannheim 110.000 t weiße Fette und Öle produziert werden, ab 2003 sind 125.000 t pro Jahr angestrebt. Mit dem Verkauf konnte die Schließung des Werkes der Unilever verhindert werden. (dg)
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