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Knapp 10 Mio. DM will die im westfälischen Ahlen ansässige Bita GmbH in den kommenden 2 Jahren in die noch zu gründende Waid-Aktiengesellschaft Neudietendorf bei Erfurt (Thüringen) investieren. Der nachwachsende Rohstoff Waid, ursprünglich eine Färberpflanze, wird heute vorwiegend zur Produktion von ökologischen Anstrichmitteln für den Holz- und Bautenschutz verwendet. Nach Angabe von Bita-Geschäftsführer, Herbert Kramer, habe die Industrie im Vorfeld der Firmenübernahme bereits einen Bedarf von 800.000 l Waid-Öl angemeldet. Mit dem Verkauf der Produkte aus Waid erhofft sich die Firma bereits in zwei Jahren einen Umsatz von 100 Mio. DM.

Die Bita werde die Mehrheit der zu gründenden AG halten, betonte Kramer. Er rechne aber auch damit, dass die Agrarbetriebe, die den Waid anbauen, Aktien erwerben. Die Bita GmbH, ein Vertreiber von biotechnologoschen Anwendungen, werde die Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie die Patente und Warenbestände der insolventen Thüringer Waid Verarbeitungs GmbH und der Thüringer Waid Forschungs GmbH übernehmen, erklärte der Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Thomas Alter. (Bm)
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