Der Anbau von Körnererbsen könnte auf 60.000 ha zulegen.
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Der Anbau von Körnererbsen könnte auf 60.000 ha zulegen.

„Vom Greening werden positive Impulse für den Anbau von Zwischenfrüchten und Grobleguminosen ausgehen“, ist sich Johannes Peter Angenendt, der Vorsitzende der Abteilung Futterpflanzen im Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter (BDP) e. V, sicher.

Die Saatgutwirtschaft will ihr Sortiment auf die Bedürfnisse für Zwischenfruchtanbau oder Untersaaten zuschneiden. Das wurde bei der Wirtschaftlichen Fachtagung für Futterpflanzen- und Zwischenfruchtsaatgut heute in Fulda deutlich.

Dabei sorgen die Details der Direktzahlungen-Durchführungsverordnung zunächst in der Praxis für ein wenig Verwirrung. Das Bundeslandwirtschaftsministerium war bestrebt, mit der Verordnung, den Landwirten möglichst viele Optionen zu eröffnen, erklärte Dr. Andreas Müller vom Bundeslandwirtschaftsministerium.

Weil der Anbau von stickstofffixierenden Pflanzen ebenfalls eine Möglichkeit ist, als ökologische Vorrangfläche angerechnet zu werden, rechnet Georg Brand von Deutschen Raiffeisen-Verband (DRV) mit einem Nachfrageboom. Die Vermehrungsflächen für Ackerbohnen und Erbsen seien in diesem Jahr so weit ausgedehnt worden, dass die Anbaufläche für Ackerbohnen im kommenden Jahr auf 40.000 ha ausgeweitet werden könnte.

Der Anbau von Körnererbsen könnte auf 60.000 ha zulegen. Nun erwarten die Saatgutanbieter mit Spannung, wie sich die Landwirte entscheiden. „Im nächsten Jahr wissen wir darüber mehr“, fasst Angenendt die Stimmung zusammen. (brs)
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