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Alternative Einkommensquellen für die Landwirtschaft, wie Energieerzeugung oder Landschaftspflege, können leicht überschätzt werden, warnt Prof. Michael Schmitz, Universität Gießen. Eine wissenschaftlich fundierte Bewertung dieser Einkommensalternativen versuchte das heutige Symposium der Edmund Rehwinkel-Stiftung in Frankfurt a. M., deren Kuratorium Schmitz angehört. Die derzeitigen politischen Vorgaben verlocken Landwirte, sich nicht nur auf die Nahrungsmittelproduktion als Einkommensquelle zu beschränken. Für gute Ackerbaustandorte sind Biogasanlagen eine finanziell lohnende Möglichkeit, wiesen Oliver Halk und Werner Detmering von der Marketinggesellschaft für niedersächsische Agrarprodukte nach. Für landwirtschaftliche Grenzertragsflächen kann eine Nutzung als naturschutzrechtliche Ausgleichsfläche für den Landwirt lohnen, rechneten Dr. Frederik Volckens und Dr. Jan-Christoph Friedrichs vom Betriebswirtschaftlichen Büro in Göttingen vor. Prof. Ludwig Theuvsen und Dr. Henning Brand-Sassen, Universität Göttingen, lieferten Bewertungsansätze, mit denen politisch gewollte artgerechte Tierhaltung zu kostendeckenden Bedingungen geplant werden kann. (brs)
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