BASF

Chemiekonzern will schneller erfinden


Effizienter forschen: Dieses Motto gab Dr. Martin Brudermüller, stellvertretender BASF Vorstandsvorsitzender auf der gestrigen BASF-Forschungspressekonferenz in Ludwigshafen aus.

Zwar befeuerten bereits rund 10.000 Mitarbeiter sowie Aufwendungen für Forschungs & Entwicklung von etwa 2 Mrd. € die Innovationskraft, doch gelte es, die etablierten Vorgehensweisen anzupassen. Die innovationsgetriebene Welt der Chemie- und Technologie-Unternehmen kennzeichne ein ständiger Veränderungsprozess, so Brudermüller in einer Pressemitteilung. Ob diese Feststellung auf die geplante Übernahme von Monsanto durch den deutschen Mitbewerber Bayer zielt, bleibt der Interpretation überlassen.

Umgesetzt werden soll die verschärfte Marschrichtung durch mehr Kreativität und Integration. „Dazu müssen wir die Kompetenzen unseres Forschungs- und Entwicklungsverbunds weltweit intelligent kombinieren und gleichzeitig unsere Netzwerke außerhalb des Unternehmens nutzen", erklärt Brudermüller. 

Mit rund 4.900 Mitarbeitern in Forschung und Entwicklung ist Ludwigshafen gemeinsam mit dem Forschungszentrum Limburgerhof der größte Standort des weltweiten BASF-Forschungsverbunds. Als ein für die Landwirtschaft bedeutendes Projekt wurde auf der gestrigen Konferenz die weiße Biotechnologie vorgestellt. BASF-Forscher haben ein hitzestabiles Enzym für Tierernährung entwickelt, das hilft, das in Pflanzen gebundene Phosphat besser zu verwerten. (kbo)
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