Derivate-Handel

Chicagoer Börse verlässt London

Die CME Chicago Mercantile Exchange-Gruppe zieht sich weitgehend aus Europa zurück. Die Derivate Börse in London und das Clearinghaus werden Ende 2017 ihre Tätigkeit einstellen, teilte die CME mit. Der vor fünf Jahren gegründete europäische Ableger der CME hatte nie die Gewinnzone erreichen können. Allein in den vergangenen Jahren seien über 100 Mio. US-$ Verluste entstanden, erklärte CME-Vorstand Terry Duffy. Der Brexit habe die Entscheidung dagegen nicht beeinflusst, stellte Duffy klar.

Der CME-EU-Weizenfuture ist aber von der Schließung der Aktivitäten nicht betroffen, da dieser Future auf dem CME-Rechner in Chicago gelistet ist, teilt die ZMP mit. Das Londoner Büro wird zusammen mit seinen Mitarbeitern in Belfast weiterhin Kunden in Europa betreuen. An der CME in London werden unter anderem Futures für Düngemittel, Biokraftstoffe, Strom, Erdgas, Kakao und CO2-Emmissionen gehandelt. (SB)
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