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Durch den Milchpulver-Skandal in China, in den vorwiegend heimische Produzenten verwickelt sind, werden ausländische Milchprodukte attraktiver. Die Marktlücken nach Baby-Nahrung könnten ausländische Produzenten gut füllen und deren Marktdominanz weiter ausbauen, zitiert Agra Europe London das Beratunsinstituts Orient Agribuisness in Peking. Ohnehin zählen ausländische Milchproduzenten, die momentan etwa 510 Mio. € auf dem chinesischen Markt erwirtschaften, laut einer Statistik der Milchgenossenschaft Chinas (DAC) zu den wichtigsten Anbietern und belegen Platz 1 bis 4. Unter den Top 10 der Milchproduzenten befinden sich nur drei chinesische Unternehmen, darunter Shengyuan und Yili, die beide in den aktuellen Skandal verwickelt sind. Die Analysten sehen auch Marktchancen für ausländische Unternehmen, die in China produzieren. Angesichts des offensichtlich lückenhaften Qualitätsmanagements in China scheint dies eher unwahrscheinlich. So hat Arla Foods bereits vorübergehend seine Produktion in China unterbrochen. (ED)
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