Ölsaaten

China-Geschäft belastet Bunge


Das Geschäft mit Soja in China ist derzeit schwierig.
-- , Foto: Benjamin Klack / pixelio.de
Das Geschäft mit Soja in China ist derzeit schwierig.

Bunge hat im 4. Quartal (Ende: 31. Dezember) und im gesamten Geschäftsjahr 2014 weniger verdient, wie aus der heute vorgelegten Bilanz hervorgeht.

Im Agrargeschäft weist der Konzern mit Sitz in White Plains, New York, für das Schlussquartal ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 319 (Vorjahr: 346) Mio. US-$ aus. Das Gesamtjahr schließt die Sparte mit einem Ebit von 895 Mio. US-$ ab, nach noch gut 1 Mrd. US-$ im Vorjahr. Auch konzernweit sinkt das Ergebnis für das gesamte Geschäftsjahr auf rund 1,1 (1,3) Mrd. US-$.

In Nordamerika und Europa habe sich das Ölsaatengeschäft 2014 sehr gut entwickelt, sagte Bunge-CEO Soren Schroder. In China dagegen hätten sich die Verarbeitungsmargen schwach gezeigt; zudem sei der Markt dort von Überkapazitäten geprägt.

Das Sojageschäft in Nordamerika wiederum habe von einer starken Exportnachfrage und guten Verarbeitungsmargen profitiert. In Europa betrachtet Bunge die weitere Entwicklung am Rapsmarkt als stabil, während der Konzern hohe Preise für Sonnenblumensaat zu spüren bekommt. In Südamerika war das Sojageschäft in der 2. Jahreshälfte saisonal schwächer verlaufen; zudem hatte eine geringe Verkaufsbereitschaft der Landwirte dort die Margen belastet. Hier rechnet Bunge mit einer Erholung, wenn die neue Ernte im Frühjahr auf den Markt kommt.

Der Geschäftsbereich Zucker wurde durch niedrigere Preise am brasilianischen Markt für Zucker und Ethanol belastet.

Das Getreidegeschäft entwickelte sich solide angesichts der hohen Ernten in den USA und der Umsetzung eines umfangreichen Exportprogramms in Europa. (pio)
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