China fördert Fleischerzeugung


China will Anreize für eine verstärkte Fleischerzeugung im Land schaffen. Ein Fünfjahresplan versucht die Regierung, Importe aus dem Westen begrenzen. Bis zum Jahr 2015 soll die chinesische Fleischerzeugung gegenüber dem Stand von 2010 um 7 Prozent auf dann 85 Mio. t erhöht werden, berichtet Agra Europe London. Überdurchschnittliche Zuwächse strebt die Regierung in Peking für Schweine- und Geflügelfleisch an. Dazu soll die Erzeugung modernisiert und die Produktivität erhöht werden. Nach Angaben von Agra Europe stammt weiterhin der Großteil der chinesischen Fleischerzeugung von kleinen Betrieben, deren Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung begrenzt sind. Der Fünfjahresplan sieht einen beschleunigten Strukturwandel in der gesamten Erzeugungs- und Verarbeitungskette vor. Zunehmend sollen chinesische Fleischerzeugnisse auf den Markt kommen, die dem „westlichen Stil" entsprechen, um die Importnachfrage zu verringern.

China ist weitgehend Selbstversorger mit Fleisch. Nach den Zahlen der UN-Landwirtschaftsorganisation FAO hat die Volksrepublik 2011 etwa 3,5 Mio. t Fleisch importiert und 1,8 Mio. t exportiert. Der Saldo von 1,7 Mio. t angesichts einer Erzeugung von 80 Mio. t ist nicht groß. Allerdings sind die Schweinefleischimporte in den vergangenen Jahren gestiegen, vor allem über Hongkong. Nach den Zahlen der EU-Kommission haben EU-Länder 2011 rund 930.000 t Schweinefleisch und Fleischerzeugnisse nach China und Hongkong verkauft. (db)
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