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Die chinesische Regierung will für die Landwirtschaft in diesem Jahr mit gut 716 Mrd. Yuan (etwa 83,3 Mrd. €) rund 20 Prozent mehr Fördergelder als im vergangenen Jahr zur Verfügung stellen. Analysten zufolge fällt diese Steigerungsrate im Vergleich zu den Vorjahren geringer aus. Wissenschaftler vom Institut für Ländliche Entwicklung bezweifeln, ob der Zuwachs ausreicht, um die höheren Produktionskosten zu kompensieren, berichtet Agra Europe London. Chinas Premierminister Wen Jiabao betont, dass die Regierung jede Möglichkeit ergreifen werde, die Produktivität zu steigern und die Vielfalt der Anbaukulturen zu erhöhen. Sein langfristiges Ziel ist eine Erhöhung der Getreideproduktion um 50 Mio. t und mehr als 120 Mio. ha Fläche in der Produktion zu halten. Ob China in diesem Jahr erneut eine gute Getreideernte einfahren wird, ist angesichts der anhaltenden Trockenheit im Norden Chinas noch fraglich. Die Regierung hofft auf eine Erntemenge von noch mindestens 500 Mio. t, 2008 wurden 528,5 Mio. t geerntet.

Darüber hinaus will China auch seine Reserven an Getreide und pflanzlichen Ölen in diesem Jahr weiter aufstocken. Dafür stellt der chinesische Finanzminister rund 178,05 Mrd. Yuan (etwa 20 Mrd. €) zur Verfügung. (AW)

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