az-Marktschoppen

China kommt zurück


Konsumenten in China, zum Beispiel in Peking, schätzen Nahrungsmittel made in Germany.
-- , Foto: R. Froning / pixelio.de
Konsumenten in China, zum Beispiel in Peking, schätzen Nahrungsmittel made in Germany.

Der US-Agrarkonzern Bunge kauft hierzulande Raps bevorzugt in Deutschland und in der EU ein. Ein Grund dafür ist, dass Pizzahersteller bevorzugt Rapsöl verarbeiten und ihre Produkte als Erzeugnisse aus der Region bewerben. „Die deutsche Landwirtschaft hat einen guten Ruf“, sagte Stefanie Strebel von KS Agrar beim Marktschoppen agrarzeitung (az) am Dienstag auf den DLG-Feldtagen.

Pekings Familienpolitik macht Hoffnung

Auch den chinesische Markt sieht Strebel durchaus wieder als Absatzmarkt für Milch und Schweinefleisch im Kommen. Derzeit gibt es in China hohe Bestände von Milchpulver, die zunächst abgebaut werden sollen. Strebel begründet ihren Optimismus mit der veränderten Politik in China. Die chinesische Regierung habe ihre Ein-Kind-Politik aufgegeben und erlaube nun zwei Kinder pro Familie. Damit könnte sich die Nachfrage von Milch und Fleisch in den kommenden Jahren verdoppeln.

Allerdings bevorzuge China vor allem Teilstücke vom Schwein, die in Deutschland weniger gefragt seien, sagte Horst Hermannsen, az-Korrespondent in Bayern. Die Preissituation und die Exportmärkte seien deprimierend, so Strebel. Die Marktexpertin schlägt Branchenverbänden vor, sich zusammenzuschließen und gemeinsam einen Ausweg aus der Krise zu finden.

Hermannsen zitierte eine gewichtige Stimme auf dem Fleischmarkt: Die Russen seien über die aktuelle Situation nicht unglücklich. Endlich störten auf dem heimischen Markt keine billigen Schweinefleischimporteure mehr. (da)
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