In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres 2016 haben chinesische Investoren mehr Geld in das australische Agrargeschäft gesteckt als im Gesamtjahr 2015. Dabei war 2015 bereits ein Rekordjahr gewesen, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ weiter.

Übernahme einer 200.000-Rinder-Farm noch offen

Das Interesse Chinas wecken vor allem Rinderfarmen. So kaufte der chinesische Investor Moon Lake Investments erst kürzlich die Van Diemens Land Company für umgerechnet rund 191,5 Mio. €. 45 Prozent an dem Fleischproduzenten Bindaree Beef war zuvor bereits für umgerechnet 116,7 Mio. € in die Hände der Shandong Delisi übergegangen. Noch offen ist, ob Schanghai Pengxin die traditionsreiche Rinderfarm Kidman mit einer Herde von 200.000 Tieren übernehmen kann.

China kauft sich nicht nur in australische Rinderhaltungen und Fleischverarbeiter ein, sondern auch in Weingüter, die teilweise schon für einstellige Millionenbeträge zu haben sind. Dahinter steckt die Idee, dass die aufstrebende chinesische Mittelklasse immer mehr Durst und Hunger auf Wein und Rindfleisch verspüren wird. (az)
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