US-Agrarexporte

China stellt Russland in den Schatten

Das US-Agrarministerium USDA hat die Erwartung an die Agrarexporte nach oben gesetzt. Sie könnten im demnächst endenden Fiskaljahr 2014 (Oktober/September) einen Wert von fast 153 Mrd. US-$ erreichen. Das sind 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Außerdem wäre 2014 das fünfte Jahr in Folge, in dem die Exporte steigen. In der Summe haben sie nach den USDA-Zahlen seit 2009 um 58 Prozent zugelegt.

Für das kommende Fiskaljahr 2015 ist das Ministerium ebenfalls zuversichtlich. Wenn sich auch wahrscheinlich nicht der hohe Exportwert des laufenden Jahres wiederholen lässt, so rechnet das USDA lediglich mit einem Rückgang um etwa 5 Prozent auf rund 145 Mrd. US-$. Im mehrjährigen Vergleich wäre das der zweithöchste jemals erreichte Exportwert. Hohe Mengenumsätze in den kommenden Monaten versprechen schon allein die sich anbahnenden Rekordernten bei Mais und Sojabohnen.

Der Optimismus in den USA fußt vor allem auf der regen Nachfrage Chinas. Im Fiskaljahr 2014 wird die Volksrepublik voraussichtlich US-Agrarprodukte im Wert von 28 Mrd. US-$ beziehen. Das sind rund 18 Prozent der gesamten US-Agrarexporte. Gemessen daran fällt der russische Markt kaum ins Gewicht. Das USDA geht zwar davon aus, dass die Agrarlieferungen nach Russland 2015 wegen des russischen Embargos mit rund 400 Mio. US-$ nur noch ein Drittel des Wertes aus diesem Jahr erreichen. Sie haben aber bisher weniger als 1 Prozent zum Gesamtwert beigetragen. Bereits in diesem Jahr rechnet das USDA im Agrarabsatz nach Russland mit Verlusten von 100 Mio.US-$. (db)
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