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Die Eigenversorgung China mit heimischem Getreide wird auch künftig ein ehrgeiziges Ziel bleiben. Für das Jahr 2010 wird der Getreideverbrauch in China auf 525 Mio. t und bis zum Jahr 2020 auf 572,5 Mio. t geschätzt, berichtet Agra Europe London. Die Produktion in China bleibt hinter diesen Prognosen zurück. Laut einem Plan zur mittel- und langfristigen Getreidesicherung der staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform wird für das nächste Jahr eine Produktion von 500 Mio. t Getreide angestrebt. Bis 2020 sollen dann 540 Mio. t erreicht werden. Auch Mais aus heimischer Produktion dürfte knapp bleiben.

Schon in diesem Jahr hat die chinesische Regierung Maßnahmen ergriffen, um Getreide im Land zu halten. Der Export war 2008 so gut wie verboten und auch für das kommende Jahr werden nur kleine Mengen in Aussicht gestellt. Stattdessen sollen laut dem Plan die nationalen Getreidevorräte aufgefüllt werden. So dürfen die Bestände an Weizen und Reis 70 Prozent der gesamten staatlichen Reserve nicht unterschreiten. Darüber hinaus denkt die chinesische Regierung über Steuersenkungen für Getreide nach. Noch offen ist, für welche Getreidearten das gelten soll und in welchem Umfang die Steuern gesenkt werden sollen. (ED)

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