Der Einsatz von Agrarrohstoffen zur Biokraftstofferzeugung könnte in China bald limitiert werden. Das hat die chinesische Regierung angekündigt. Künftig sollen Getreide und pflanzliche Öle entweder in die Nahrungsmittel- oder die Tierfutterproduktion fließen und nicht mehr zu Ethanol, Biosprit oder anderen Komponenten verarbeitet werden. Davon betroffen sind auch Verarbeiter von Maisstärke, berichtet Agra Europe London. Ziel ist, die heimische Versorgung mit Getreide und Ölsaaten zu sichern. Ab wann die Beschränkungen gelten sollen, wurde noch nicht verlautbart.

Marktbeobachtern zufolge will China vor allem genug Futter für die wachsende Tierproduktion zur Verfügung haben, um den zunehmenden Fleischhunger der Chinesen zu befriedigen und die steigenden Rohstoffpreise in den Griff zu bekommen. Bereits 2007 hatte China die Verarbeitung von Mais für die Ethanolproduktion untersagt. Im vergangenen Jahr wurden rund 30 Mio. t aus der staatlichen Reserve vermarktet, um die Inlandspreise stabil zu halten.  (AW)
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