Auch in China sei die Öffentlichkeit "sehr besorgt" über gentechnisch veränderte Nahrungs- und Futtermittel, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters einen Regierungssprecher. Man benötige Zeit, bis Verbraucher und Bauern sie akzeptierten.

Mit großem Aufwand hatte China sowohl einen insektenresistenten Reis als auch eine besser verwertbare Futtermais-Sorte entwickelt. Darüber hinaus gibt es im Land gentechnisch veränderte Papaya und Baumwolle.

Die chinesische Regierung muss die Ernährung der wachsenden Bevölkerung sichern. Vor allem die Nachfrage nach Fleisch und damit der Bedarf an Futtermitteln ist in den vergangenen Jahren enorm gestiegen. Um Maisfutter effektiver zu nutzen, hatten staatliche chinesische Forschungsinstitute einen GV-Mais entwickelt, der infolge eines eingeführten Gens das Enzym Phytase bildet, berichtet der Nachrichtendienst „Transgen“. Dadurch können Schweine und Geflügel den im Maisfutter enthaltenen Phosphoranteil verwerten. Zugleich solle die Umwelt- und Gewässerbelastung sinken, da Gülle und Stalldung weniger mit Phosphaten belastet seien. (hed)
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