Chinas WTO-Beitritt für November 2001 anvisiert

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Die USA hat mit China letzte Hindernisse zu einem WTO-Beitritt des Landes aus dem Weg räumen können. Umstritten war am vergangenen Wochenende bis zuletzt die Höhe der Subventionen, mit denen China seine Landwirte unterstützen darf. Peking wollte als Entwicklungsland eingestuft werden. Damit ist nach WTO-Regeln das Recht verbunden, seine Landwirte mit bis zu 10 Prozent des Wertes der Agrarproduktion fördern zu dürfen. Für Industrieländer liegt die Schwelle bei 5 Prozent. Man habe sich auf einen Kompromiss geeinigt, wobei für die verschiedenen landwirtschaftlichen Erzeugnisse jeweils spezifische Obergrenzen für die staatliche Förderung festgelegt wurden, hieß es aus Shanghai. Zurzeit unterstützt China seine Landwirte mit etwa 2 Prozent des Produktionswertes. WTO-Präsident Mike Moore wünscht sich nun, dass China möglichst auf der kommenden Ministerkonferenz in Doha im November 2001 aufgenommen wird. Die EU muss bis dahin mit China auch noch einige Probleme lösen. Unter anderem geht es um den Zugang von europäischen Versicherungen zum chinesischen Markt. (Mö)
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