Die Ningbo Dairy Group, eine der größten Produzenten von Milchprodukten Chinas, übernimmt in Australien drei Farmen mit 9.000 Rindern und 205.000 ha Land. Die Deals bleiben alle knapp unter der Grenze, ab der ausländische Investitionen von den Behörden genehmigt werden müssen.

Ningbo teilte mit, sein Ziel sei, 100.000 Liter Milch am Tag zu produzieren und von Melbourne nach Sydney zu fliegen. Um die Profitabilität des Unternehmens zu steigern und die Bürokratie zu reduzieren, sei es jedoch nötig, auch chinesisches Personal ins Land zu bringen, sagte der Vizepräsident der Ningbo Dairy, Harry Wang, gegenüber einer Zeitung.

Diese Arroganz bringt australische Kommentatoren auf, aber China ist Australiens größter Exportmarkt und chinesische Firmen sind die größten Investoren in Down Under. Der chinesische Staatsfond für landwirtschaftliche Investitionen ist bereit, weitere 3 Mrd. AUS-$ (rund 2 Mrd. €) in Milchfarmen zu investieren.

Australiens Handelsminister Andrew Robb versuchte vor dem australischen Milchfarmer Forum, für die Interessenten zu werben. Derzeit ist eine australische Delegation einschließlich des Landwirtschaftsministers in China zu Besuch.
Zwischen Canberra und Peking soll bis Ende des Jahres ein Handelsabkommen abgeschlossen sein.

In der Zeitung The Australien wird Agrarminister Barnaby Joyce zitiert: „Australien ernährt 60 Millionen Menschen. Selbst wenn wir die Produktion verdoppeln, können wir nicht ganz Asien ernähren.“ (hed)
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