Smihfield übergibt an Chinesen
-- , Foto: Smithfield
Smihfield übergibt an Chinesen

Der chinesische Schweinefleisch-Produzent Shuanghui Group in Hong Kong übernimmt den amerikanischen Smithfield Foods Konzern für 4,7 Mrd. US-$.

Shanghui bietet für alle ausstehenden Aktien 34,00 US-$ und schlägt damit 31 Prozent auf den letzten Aktienkurs des amerikanischen Schweinevermarkters auf. Einschließlich Schulden, die die Chinesen übernehmen, wird der Wert von Smithfield damit mit über 7 Mrd. US-$ bewertet.

"Dies ist eine große Transaktion für alle Anteilseigner von Smithfield und auch für die amerikanischen Farmer sowie die gesamte Agrarwirtschaft der USA", wird Larry Pope, Präsident des Unternehmens Smithfield in der Mitteilung zitiert.

Nach Abschluss der Transaktion, die noch von den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden muss, wird Smithfield eine 100-prozentige Tochter der chinesischen Firma sein. Dies ist die größte Übernahme eines US-Unternehmens durch Chinesen, schreibt das Wall Street Journal. Bis zum Abschluss der Transaktion soll der Handel von Smithfield-Aktien ausgesetzt werden.

Management und Personal werden übernommen

Shuanghui ist in der zentralchinesischen Provinz Henan der größte Fleischproduzent mit 13 Produktionsstätten in China und einer Jahresproduktion von über 2,7 Mio. t Fleisch. Die Firma ist zudem in Logistik und anderen Lebensmitteln engagiert.

Das Unternehmen sagte zu, dass die Firma in ihrer jetzigen Form und mit dem vorhandenen Personal fortgeführt werde. Zusätzlich ermöglicht der neue Eigner den Amerikanern einen besseren Zugang zum größten wachsenden Markt für Schweinefleisch.

Smithfield existiert seit 1936 und ist unter dem CEO Lary Pope vor allem mit fertig verpackten Fleisch expandiert. Der letzte Umsatz des größten Schweinevermarkters der Welt lag bei 13 Mrd. US-$.

Um mit Markenware erfolgreich zu sein, steckte der Konzern viel Geld in Werbung. Aber seit einigen Jahren leidet das Unternehmen unter Verlusten. Vor allem die Schweinehaltung konnte durch hohe Futterkosten nicht mehr rentabel geführt werden. Analysten fürchten seit einiger Zeit um die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens, schreibt das Wall Street Journal.

Smithfield-Großaktionär Continental Grain Co, die einen Anteil von 6 Prozent hält, drängt seit längerem auf eine Änderung der Firmenstruktur. Vorgeschlagen war eine Aufteilung des Konzerns zur Reorganisation. (hed)
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