Ciolos lehnt höheren Interventionspreis für Getreide ab

Landwirte sollen Getreide für den Markt und nicht für die Intervention erzeugen. Einem höheren Interventionspreis für Getreide erteilte EU-Agrarkommissar auf dem Ministerrat am Dienstag in Brüssel eine klare Absage. Er wolle nicht zur alten Agrarpolitik zurück, bei der der Interventionspreis noch Einfluss auf die Anbauentscheidungen der Landwirte gehabt habe, erklärte der Kommissar den Ministern. Polen hatte im Agrarrat unter dem Tagesordnungspunkt „Sonstiges" eine Erhöhung des Interventionspreises um 30 Prozent gefordert. Polen möchte damit den Anbau in der EU sicherstellen. Ein Interventionspreis von 130 €/t würde die Wettbewerbsfähigkeit der Getreideerzeugung in der EU gefährden, warnte dagegen Ciolos. In Anbetracht der hohen Getreidepreise ginge es zu Zeit viel mehr darum zu beobachten, wie die Futtermittelbranche und die Getreideerzeugung zusammenpassten. (Mö)  
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