Der Copa-Präsident Gerd Sonnleitner fordert in Budapest „eine starke GAP mit einem soliden Haushalt“. Ciolos wehrt sich gegen freie Wahl der Landwirte.

Der europäische Dachverband der nationalen Bauern- und Genossenschaftsverbände, Copa-Cogeca trifft sich derzeit in Budapest mit EU-Landwirtschaftskommissar Dacian Ciolos, den Europa-Abgeordneten Paolo de Castro und Michel Dantin sowie den Landwirtschaftsministern Ungarns und Zyperns.

Copa-Präsident Sonnleitner warnt vor eine weiteren Greening mit dem Hinweis, dass dieser Vorschlag der GAP nicht den gewünschten Effekt brächte. Das geplante Greening würde zu einer Verringerung der für die Produktion verfügbaren landwirtschaftlichen Nutzfläche führen.

In der Folge würden weniger Rohstoffe für die Nahrungsmittelindustrie und weniger Futter für die Tierhaltung zur Verfügung stehen. Dies hätte gravierende Auswirkungen auf Tierhalter in den Sektoren Miclh und Rindfleisch, die ohnehin schon äußerst hart von den hohen Betriebsmittelkostenbetroffen seien.

EU-Kommissar Ciolos merkte dazu an, er habe flexible Regelungen schon früh in die Verhandlungen eingebracht. "Ich bin ganz strikt gegen eine freies Wahlmenüs. Die Landwirte würden als erste unter so einem À-la-carte-Ansatz leiden". Er warnte, die GAP habe nicht mehr viel Spielraum.

Eine weitere Forderung von Cogeca-Präsident Christian Pèes ist die Stärkung der Position der Landwirte und landwirtschaftlichen Genossenschaften in der Lebensmittelkette. Die Vorschläge der Europäischen Kommission zur zukünftigen GAP seien nicht stark genug, um der Marktvolatilität Herr zu werden, da die Landwirte der enormen Kaufkraft einiger weniger Einzelhändler gegenüberstehen. (hed)
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