Ciolos verteidigt Barroso

Die EU-Kommission wird nicht gerade den umweltfreundlichen Teil der Agrarpolitik finanziell beschneiden. Vermutungen über Kürzungsabsichten von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso tritt EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos entgegen. Mit Nachdruck lehnten die Europaparlamentarier Kürzungen im EU-Agrarhaushalt ab, die am Donnerstag in Brüssel ihre Position zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) verabschiedeten. In der Aussprache wehrten sich die Abgeordneten gegen mögliche Absichten von EU-Kommissionpräsident Barroso, von denen in der Presse zu lesen sei. Ciolos nahm während der Debatte seinen Präsidenten in Schutz. Er sprach sich für eine starke 1. Säule aus, die um neue Umweltprämien ergänzt werden solle. Erweiterungen brauche zudem die 2. Säule der GAP, vor allem im Sinne des Klimaschutzes, der Junglandwirte und der lokalen Vermarktung.  Barroso habe genau so ein großes Interesse an einem Gleichgewicht zwischen den beiden Säulen der GAP wie er, betonte Ciolos. Die 2. Säule werde nicht den Preis in den Auseinandersetzungen um die Zukunft der Agrarfinanzen zahlen, beteuerte er. (Mö)
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