Theo Freye, Geschäftsführer Claas und Jinying Ma, Vorsitzende Shandong Jinyee
-- , Foto: Claas
Theo Freye, Geschäftsführer Claas und Jinying Ma, Vorsitzende Shandong Jinyee

Das Familienunternehmen Claas aus dem ostwestfälischen Harsewinkel hat einen Vertrag zur mehrheitlichen Übernahme des chinesischen Landtechnikproduzenten Shandong Jinyee Machinery Manufacture Co. Ltd. unterzeichnet.

„China ist der größte und am schnellsten wachsende Markt für Landtechnik in Asien“, sagte der Sprecher der Claas-Geschäftsführung, Dr. Theo Freye, zu dem Geschäft. Die Mechanisierung der Landwirtschaft in China schreite - getrieben durch den steigenden Fleischkonsum - sehr schnell voran. „Claas will durch die Akquisition dieses enorme Wachstumspotenzial nutzen“, so Freye.

Mit dem Erwerb der Mehrheit an Jinyee schaffe sich das Unternehmen vor Ort Produktionskapazität für Maschinen, eine Erweiterung des Produktportfolios sowie Wachstumsimpulse in anderen Märkten.

Zusätzliche Produktionskapazitäten

Hauptsitz von Jinyee ist die Stadt Gaomi, die in der Provinz Shandong zwischen Peking und Shanghai liegt. Das Firmengelände dort umfasst mehr als 22 Hektar. Das entspricht etwa der halben Größe des Claas Stammsitzes in Harsewinkel.

Jinyee produziert an den zwei Hauptstandorten Gaomi und Daqing verschiedene Erntemaschinen, hauptsächlich für die Mais- und Weizenernte. Beide Standorte liegen jeweils im Herzen der beiden landwirtschaftlichen Hauptregionen in Zentralchina sowie im Nordosten Chinas.

2012 erreichte das 1958 gegründete Unternehmen einen Umsatz von rund 70 Mio. € und beschäftigt insgesamt mehr als 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Jinyee verfügt über ein umfassendes Vertriebs- und Servicenetz in Zentral- und Nordchina.

Wie bei Transaktionen dieser Art üblich, steht der Vollzug des Vertrags unter anderem unter dem Vorbehalt der Zustimmung staatlicher Stellen. (hed)
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