Clemens Tönnies muss Strafe zahlen


Das Bundeskartellamt verhängt ein Bußgeld gegen Clemens Tönnies. Es fehlten wichtige Angaben bei einem Fusionsvorhaben.

Das Bundeskartellamt hat gegen Clemens Tönnies Senior ein Bußgeld in Höhe von 90.000 € verhängt. Die Tönnies-Unternehmensgruppe habe bei der Anmeldung des Erwerbs des Schlachtunternehmens Tummel, Schöppingen, unvollständige Angaben gemacht, heißt es heute in der Begründung des Bundeskartellamtes.  

Im März 2011 meldete die von Clemens Tönnies beherrschte Tönnies Holding das Vorhaben an, eine Mehrheitsbeteiligung an dem maßgeblich in der Sauenschlachtung aktiven Schlachtunternehmen Tummel zu erwerben. Damit das Bundeskartellamt beurteilen kann, auf welchen Märkten sich eine Fusion auswirkt, regelt 
 
Nach Angaben des Bundeskartellamtes enthielt die Anmeldung der Tönnies Holding keinerlei Angaben zu den Mehrheitsbeteiligungen, die Clemens Tönnies als beherrschender Gesellschafter der Tönnies Holding seit 1998 nach und nach an Unternehmen der zur Mühlen-Gruppe erworben hatte. Diese vereint Marken wie Böklunder, Könecke, Redlefsen, Schulte und Plumrose und ist nach eigenen Angaben Marktführer bei SB-Wurst- und Wurstkonserven.

Der Zusammenschluss wurde im November 2011 wegen der marktbeherrschenden Stellung der Tönnies-Gruppe bei der Beschaffung von lebenden Sauen zur Schlachtung sowie dem Vertrieb von Sauenfleisch an Wurstwarenhersteller untersagt. (da)
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