Copa: Agrarmodell absichern


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Die EU braucht einen ausreichenden Außenschutz, um ihr Agrarmodell abzusichern. Der europäische Dachverband der nationalen Bauern- und Genossenschaftsverbände (Copa/Cogeca) nennt auf seinem Jahreskongress einige zentrale Forderungen. In den WTO-Verhandlungen sollen keine weiteren Zugeständnisse gemacht werden. Das europäische, von Familienbetrieben geprägte Agrarmodell, könne nur mit einem ausreichenden Außenschutz aufrechterhalten werden. Zudem dürften Marktverwaltungsinstrumente nicht geschwächt werden, sagte Copa-Präsident Rudolf Schwarzböck zu Beginn der Woche in Straßburg.

Was die Agrarfinanzen angeht, verteidigt Copa den Beschluss des EU-Gipfels vom Dezember 2005. Es dürfe bei den Haushaltsberatungen keine Kürzungen vor 2014 geben. Die freiwillige nationale Modulation von bis zu 20 Prozent der Direktzahlungen lehnt der EU-Bauernverband ab. Auch bei weiteren Haushaltsbeschlüssen müssten zwei Prinzipien gelten: Die Renationalisierung, zum Beispiel über eine nationale Kofinanzierung der Direktzahlungen, müsse ausgeschlossen werden. Auch sollten für Gelderumverteilung von der 1. Säule in die 2. Säule die gleichen Regeln wie für die bestehende Modulation gelten. (Mö)

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